BKC-Nachhaltigkeitsstrategie

Die BKC-Nachhaltigkeitsstrategie ist fester Bestandteil der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank für Kirche und Caritas. Sie hält das Nachhaltigkeitsverständnis der Kirchenbank und dessen Umsetzung im gesamten Geschäftsbetrieb fest. Nachhaltigkeit wird dort definiert als „profilbildendes Element und Markenkern“ für die Bank. Im Sinne eines Frühwarnsystems für Reputations-, Performance, Regulierungs- und Compliance-Risiken ist sie Teil des ökonomischen Erfolgs der Bank. Als wirtschaftlicher Treiber sichert und steigert Nachhaltigkeit die Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Bank.

Aus den unternehmerischen Tätigkeiten der Bank und deren Wirkungen auf eine nachhaltige Entwicklung ergeben sich folgende fünf strategische Handlungsfelder:

  • Kerngeschäft
  • Stakeholder
  • verantwortungsvolle Unternehmensführung
  • Transparenz
  • Betriebsökologie

Da das Kerngeschäft den größten Hebel für eine nachhaltige Entwicklung darstellt, definiert die BKC für ihre Geschäftsbereiche ethisch-nachhaltige Richtlinien und Prozesse, wie etwa die ethisch-nachhaltige Anlagestrategie. Verantwortlich für die Organisation und Umsetzung des BKC-Nachhaltigkeitsmanagements ist die bereichs- und abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe „BKC-Nachhaltigkeit“, die eigenständig Maßnahmenpakete erarbeitet und dem Vorstand zur Entscheidung vorlegt.

BKC führt Bankbetrieb klimaneutral durch

Trotz der eher geringen direkten Umwelteinflüsse ihres Geschäftsbetriebs hat die Bank auf dem Handlungsfeld Betriebsökologie zahlreiche Maßnahmen ergriffen. Im Sinne der Schöpfungsbewahrung ist es Aufgabe der Kirchenbank, mit den von ihr benötigten Umweltressourcen umwelt- und klimaschonend zu wirtschaften. Dabei ist sich die BKC vor allem ihrer unternehmerischen Verantwortung für den menschengemachten Klimawandel bewusst. Klimaschutzmaßnahmen sind daher fester Bestandteil der BKC-Nachhaltigkeitsstrategie, die auf der 2019 vom Vorstand verabschiedeten BKC-Klimastrategie aufbauen. Sie zielt insbesondere darauf, Klimaschutzaspekte in allen Geschäftsaktivitäten und -prozessen systematisch zu verankern.

Der klimaneutrale Bankbetrieb ist ein wesentliches Ziel der BKC-Klimastrategie. Auf Basis der erstmals für das Jahr 2019 erstellten Klimabilanz wurden 302 Tonnen CO2 kompensiert. Erhoben werden in der Bilanz die im Rahmen des Geschäftsbetriebs angefallenen Verbrauchswerte. Hierzu zählen neben den direkten Emissionen (Scope 1), die die Bank etwa durch den Gebrauch der Heizungsanlage und die Benutzung von Dienstwagen selbst verursacht, auch die indirekten Emissionen (Scope 2), die ihr zum Beispiel durch den Einkauf von Gütern wie Strom zuzurechnen sind. Auch sonstige indirekt verursachte Treibhausgas-Emissionen (Scope 3) werden bereits teilweise erfasst.

Die beiden größten Verbrauchsposten bilden Immobilien (Liegenschaften) mit 96 Tonnen CO2 und Mobilität (Transport und Geschäftsreisen) mit 168 Tonnen CO2. Neben den 20 Tonnen CO2 für IT-Anschaffungen entfallen 18 Tonnen auf Sonstiges, wozu beispielsweise Papierverbrauch, Abfall und Übernachtungen zählen. Vor allem die Anfahrtswege der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schlagen mit 134 Tonnen CO2 zu Buche.

BKC-Verbräuche nach Handlungsfeldern in t CO2 in %
Liegenschaften 96 32

Transport und Geschäftsreisen

(davon Anfahrtswege der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter)

168

(134)

55
IT (Anschaffungen) 20
7
Sonstige 18 6
Gesamt 302 100

Auf Basis des jährlichen CO2-Fußabdrucks ergreift die Bank für Kirche und Caritas beständig weitere Maßnahmen zum Klimaschutz. Ihr Grundsatz lautet dabei „Vermeiden vor Kompensieren“.

Die im Jahr 2019 angefallenen direkten und indirekten CO2-Emissionen in der Höhe von insgesamt 302 Tonnen kompensiert die Bank mit Emissionszertifikaten der ökumenischen Partnerorganisation Klima-Kollekte, die nachhaltige Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern fördert. Der Klimaschutzbeitrag der BKC kommt einem Solarlampenprojekt in Indien zugute.