Generalversammlung 2015

Am 22. Juni 2015 präsentierte die Bank für Kirche und Caritas ihren Mitgliedern in der Generalversammlung das Geschäftsjahr 2014. Dr. Georg Rüter begrüßte in seinen einleitenden Worten rund 200 Mitglieder im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum. In seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats führte er durch die Versammlung.

Dr. Richard Böger, Vorstandsvorsitzender, zeigte sich mit der Entwicklung der Bank im Jahr 2014 zufrieden. In allen Geschäftssparten konnte ein erfreuliches Wachstum erzielt werden. „Unsere positive Geschäftsentwicklung zeigt, dass wir uns den Herausforderungen erneut erfolgreich gestellt haben“, so Dr. Böger.

Von der Generalversammlung wurden der Jahresabschluss und die Verwendung des Jahresüberschusses einstimmig angenommen. Die turnusmäßig anstehende Wahl zum Aufsichtsrat bestätigte Dr. Georg Rüter für weitere drei Jahre im Amt.

Gastbeitrag von Birgit Kelle: „Gender Mainstreaming und christliches Menschenbild“

Der Begriff Gender Mainstreaming ist den meisten Menschen bereits begegnet, aber die wenigsten können ihn erklären. Birgit Kelle, Buchautorin und freie Journalistin, eröffnete ihren Vortrag zunächst mit der Erläuterung des Begriffs. Gender Mainstreaming gilt als Leitprinzip der Politik und bedeutet, bei allen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männer zu berücksichtigen, um die Gleichstellung der Geschlechter durchzusetzen.

Entstanden aus der Entwicklungspolitik, wurde der Begriff Gender Mainstreaming in der EU erstmals im Amsterdamer Vertrag 1999 verbindlich vorgeschrieben. Birgit Kelle räumte ein, dass dieses Vorhaben zunächst durchaus positiv zu bewerten sei, um Frauen Chancengleichheit zu verschaffen. Doch inzwischen sei aus ihrer Sicht ein regelrechter Gender-Wahn entstanden. Allein in Deutschland gebe es bereits 164 Lehrstühle für Gender-Studies. „Immer mehr wird von der Wissenschaft verlangt, eine gendergerechte Sprache umzusetzen“, so Kelle.

Auch die Theologie sei davon betroffen. Äußerst anschaulich zeigte sie dem Publikum Beispiele auf und regte zum Nachdenken an. Ihre Forderung: „Gelder für die Gender-Studies herunterfahren und besser in die Familienpolitik investieren“.