Generalversammlung 2014

Über mangelndes Vertrauen kann sich die Bank für Kirche und Caritas angesichts der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht beklagen. Auch 2013 konnten wir erneut neue Kunden für unsere Bank gewinnen. In der Generalversammlung am 30. Juni 2014 präsentierte der Vorstand vor rund 280 Mitgliedern und Gästen im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum die aktuellen Zahlen. Durch die Versammlung führte Dr. Georg Rüter als Aufsichtsratsvorsitzender.

„Viele positive Reaktionen unserer Kunden zeigen, dass wir ein gutes Bankgeschäft im Sinne unseres genossenschaftlichen Förderauftrags betreiben“, berichtete Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Böger in seinem Rückblick. Die Bank für Kirche und Caritas ist solide aufgestellt. Eine gute Ertragslage und Eigenkapitalausstattung sichern unsere Arbeit für unsere Kunden aus Kirche und Caritas.

Wirtschaftsjournalist Thomas Fricke: „Raus aus der verrückten Finanzwelt“

In seinem Vortrag „Wie viel Bank braucht der Mensch?“, zog Thomas Fricke, Wirtschaftsjournalist bei der European Climate Foundation in Berlin, fast sieben Jahre nach Ausbruch der Jahrhundertfinanzkrise Bilanz. Seine Forderungen lauteten: ein Ende hochspekulativer Finanzgeschäfte und Ausstieg aus dem bisherigen Bankensystem. Seit den 80er-Jahren habe es eine Serie fast jährlicher Finanzkrisen rund um den Globus gegeben, die 2008 ihren Höhepunkt erreicht habe. Neu war, dass es eine enorme Volumensteigerung und eine hohe Volatilität gegeben habe. Aus der Vergangenheit zog Fricke zwei Lehren: „Kleiner ist besser und den menschlichen Hang zum Herdentrieb bremsen.“ Darüber hinaus forderte er, dass ein Großteil der Gelder nicht mehr in Finanzspekulationen fließen dürfe, sondern für wichtigere Aufgaben zur Verfügung stehen muss. „Hierzu gehört nicht zuletzt die derzeit große globale Herausforderung: der Klimaschutz“, so Fricke.