Generalversammlung 2012

Zu unserer 40. Generalversammlung konnten wir am 21. Mai 2012 rund 250 Mitglieder im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum begrüßen. Dr. Richard Böger, Vorstandsvorsitzender, gab einen Rückblick auf die letzten vier Jahrzehnte der Bank für Kirche und Caritas und stellte die Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres vor.

„Wir freuen uns, dass wir 2011 erneut erfolgreich Bilanz ziehen konnten und uns weiterhin auf Wachstumskurs befinden“, so Dr. Böger. Dr. Georg Rüter führte in seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats durch die Versammlung. Der Jahresabschluss und die Verwendung des Jahresüberschusses wurden einstimmig von der Generalversammlung angenommen. Die turnusmäßig anstehende Wahl zum Aufsichtsrat bestätigte Dr. Georg Rüter für weitere drei Jahre im Amt.

Gastreferent „Mr. Dax“ zu Fehlentwicklungen an der Börse

Der aus den Medien als „Mister Dax“ bekannte Börsenexperte Dirk Müller stellte sich der Frage, ob die Finanzmärkte Herrscher oder Diener der Realwirtschaft sind. Er zeigte den Gästen, welche spürbaren Veränderungen sich in den letzten zwei Jahrzehnten an der Börse aufgetan haben und übte scharfe Kritik zu Fehlentwicklungen. Am augenfälligsten sei, dass der Mensch an Bedeutung verloren habe, er nahezu entbehrlich scheine auf den Finanzmärkten.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass der Handel mit Finanztiteln zu Beginn der 1990er Jahre noch von hohen ethischen Standards geprägt war. „Der Handel war fair, denn er war für alle Beteiligten gut“, hielt der Fachmann fest. Heute werden die Computer für die Börse von Physikern und Pokerspielern programmiert. Die Börse sei zunehmend, so Müller, von einem Ort der Investition zu einem Ort der Spekulation geworden. Schon lange ständen nicht mehr Investitionen in echte Unternehmen im Vordergrund, sondern Wetten auf verschiedenste mögliche Kursentwicklungen.

Mittels dieser und weiterer Beispiele zeigte der Finanzexperte dem interessierten Publikum sehr unterhaltsam, wie die Geschäfte an der Börse wieder mehr Fairness im ursprünglichen Sinne zum Ausdruck bringen können.