Kapitalmarktforum 2011

Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Wirtschaft, des Arbeitsmarktes und der Staatsschulden beunruhigen die Menschen ebenso wie soziale Ungleichheit und mangelnde Generationengerechtigkeit.

Aktuelle und äußerst interessante Inhalte bestimmten einen thematisch vielseitigen Tag bei unserem Kapitalmarktforum am 8. November 2011. Rund 230 Teilnehmer konnten wir bei unserer diesjährigen Tagung im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum begrüßen.

Wissenschaftsexperte Professor André Habisch, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, nahm Stellung zu Grenzen des Wachstums und zeigte Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und zur Sicherung der Lebensqualität auf. „Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und dessen Wachstum geben keine umfassende Auskunft über Wohlstand und Lebensqualität. Eine durchschnittlich reichere Gesellschaft ist nicht zwangsläufig zufriedener“, so die Auffassung von Habisch. 

Dr. Markus Grabka, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, präsentierte in seinem Vortrag zur Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland äußerst anschaulich die Zahlen einer Studie, die verdeutlichten, dass sich die Kluft zwischen hohen und niedrigen Einkommen spürbar vergrößert. 

Mit besonderem Interesse verfolgten unsere Besucher auch die Vorträge von Dr. Richard Böger, Vorstandsvorsitzender der Bank für Kirche und Caritas, der die Staatsschuldenkrise in Europa erläuterte und verschiedene Szenarien vorstellte, wie es mit dem Euro weitergehen kann. In seiner volkswirtschaftlichen Präsentation wagte er einen Blick auf Konjunktur und Wachstum im Jahr 2012.

Abgerundet wurden die Vorträge durch die Ausführungen von Wolfgang Schütte, Bereichsleiter für die Betreuung kirchlicher und caritativer Einrichtungen, der Schritte und Strategien zur wertorientierten Vermögensanlage in Zeiten geringen Wachstums vorstellte.