Keine Geldanlage in Agrarrohstoffderivate

Die DZ Bank, Spitzeninstitut von über 900 Volks- und Raiffeisenbanken, sowie die Investmenttochter Union Investment verzichten zukünftig auf die Spekulation mit Agrarrohstoffen. Dies kündigte Vorstand Lars Hille an.

Die Bank für Kirche und Caritas begrüßt diesen wichtigen Schritt zu mehr Nachhaltigkeit im genossenschaftlichen Finanzverbund. So haben wir bereits 2008 entschieden, dass Investitionen in Agrarrohstoffderivate aus unserer Sicht nicht nachhaltig sind.

Agrarrohstoffderivate wurden ursprünglich als Absicherungsinstument für Zahlungen in der Landwirtschaft geschaffen. Diesen Aspekt der Absicherung von Produzenten und Nachfragern von Agrarrohstoffen sehen wir generell nicht als schädlich an. Für verfehlt halten wir allerdings, wenn immer mehr Sparkapital in diese Märkte drängt, um von Preissteigerungen an den Rohstoffmärkten zu profitieren. Diese Investitionen mit Hilfe von Agrarrohstoffderivaten führen dazu, die Preise für Agrarrohstoffe nach oben zu verzerren und können so zur Verschärfung des Hungers in der Welt beitragen.