Stabile Ausschüttungen bei den BKC-Fonds

Interview mit André Schettler, Fondsmanager der BKC, zu den Ausschüttungen der drei BKC-Fonds

Die BKC-Fondsfamilie mit einem aktuell betreuten Volumen von 324,4 Mio. EUR (Stand 03/2019) wurde mit ruhiger Hand und dem seit Jahren bewährten Anlagekonzept unserer Fondsmanager gut durch das turbulente Börsenjahr 2018 gesteuert.

Das oberste Ziel des BKC Treuhand Portfolios ist der langfristige reale Kapitalerhalt gepaart mit regelmäßigen, stabilen Ausschüttungen - auch im anhaltenden Niedrigzinsumfeld und in schwierigen Marktsituationen.

Herr Schettler, wie zufrieden sind Sie mit der Performance des BKC Treuhand Portfolios?

Im Jahr 2018 herrschten für gemischte Anlagestrategien sicherlich die schwierigsten Bedingungen innerhalb der letzten Jahre vor. Nahezu alle Anlageklassen standen über weite Strecken gleichzeitig unter Druck. Lediglich sichere Häfen, wie Schweizer Franken und Japanischer Yen im Währungsbereich, oder aber Bundesanleihen konnten einen leicht positiven Ertrag verbuchen. Die Kombination aus geopolitischen Risiken, steigenden US-Zinsen, abnehmender Konjunkturdynamik und volatilen Aktienmärkten sorgte für die erste negative Jahresperformance des Fonds.

Langfristig sehen wir das BKC Treuhand Portfolio aber gut für die Zukunft aufgestellt, in der konsequentes Risikomanagement sicherlich eine wichtige Rolle spielen wird. Schon längere Zeit investieren wir deshalb auch in Anlageklassen, deren Wertentwicklung weniger stark von den Risiken der Renten- und Aktienmärkte abhängig ist. Zudem bleiben im BKC Treuhand Portfolio Anleihen aus strukturell starken Schwellenländern mit hohen Kuponzahlungen weiterhin ein zentrales Anlagethema. Sie trugen u.a. zu einer stabilen Ausschüttung in Höhe von EUR 2,31 je Anteil (I-Tranche) bei, ohne das Substanzvermögen des Fonds zu schmälern.

Und wie entwickelte sich der BKC Aktienfonds im letzten Jahr?

Die negative Gesamtentwicklung am Aktienmarkt spiegelt sich für 2018 auch im BKC Aktienfonds wider. Speziell europäische Aktien verloren vor dem Hintergrund des unsicheren Ausgangs der Brexit-Verhandlungen und der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China deutlich an Wert. US-Aktien hingegen sind nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Sie profitierten maßgeblich von der von Präsident Trump initiierten Steuerreform. Ob dies einen nachhaltigen Wachstumseffekt nach sich ziehen wird, wagen wir allerdings zu bezweifeln. Wahrscheinlich wurde damit nur die Fallhöhe für ohnehin schon hochbewertete US-Aktien angehoben.

Der Kern unseres Ansatzes, die sogenannte Value-Strategie (Kauf unterbewerteter Aktien), tat sich auf die kurze Sicht in 2018 zwar nicht leicht, sollte ihre Stärken mittel- bis langfristig aber wieder erfolgreich ausspielen können. Der zusätzliche Fokus auf eine nachhaltige Dividendenpolitik der investierten Unternehmen kommt dabei unseren Anlegern in Form einer üppigen Ausschüttung von EUR 4,08 pro Anteil für das vergangene Geschäftsjahr zugute.

Konnte der in 2016 aufgelegte Fonds BKC Emerging Markets Renten auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken?

Auch wenn 2018 für viele EM-Anleihen-Fonds besonders aufgrund der Währungsentwicklungen und US-Geldpolitik ein sehr schwieriges Jahr war, konnten wir mithilfe der speziellen Kombination von Hart- und Lokalwährungsanleihen innerhalb des Fonds einen Großteil der negativen Entwicklungen abfedern. Durch den sehr undifferenzierten Ausverkauf von Schwellenländeranleihen, der fundamental in vielen Fällen eigentlich nicht gerechtfertigt war, ergaben sich im Laufe des Jahres auch einige sehr gute Einstiegs- und Aufstockungsmöglichkeiten.

Wir sind überzeugt, dass Investitionen in den Bereich der Schwellenländeranleihen auch in den kommenden Jahren ein attraktiveres Rendite-/Risikoprofil aufweisen werden im Vergleich zu z.B. Anleihen aus der Eurozone. Da auch die Kuponzahlungen dieser Anleihen aktuell deutlich höher ausfallen, beläuft sich die Ausschüttung in diesem Fall auf EUR 3,67 je Anteil.

Kein Ausgabeaufschlag bei Wiederanlage

Aufstockung ist übrigens ein gutes Stichwort: bereits investierte Anleger sollten die Chance nutzen, kostenfrei - ohne Berechnung des Ausgabeaufschlags - die im Februar 2019 erhaltene Ausschüttung wieder anzulegen.

Wir nehmen Ihre Aufträge gerne entgegen.