Neben der Politik hat Nachhaltigkeit auch in der Wirtschaft schon seit Längerem Fuß gefasst. Zahlreiche multinationale Konzerne wie auch kleine und mittelständische Unternehmen haben Nachhaltigkeits- managementsysteme eingeführt, über die sie in Nachhaltigkeitsberichten Rechenschaft ablegen.

Ziel nachhaltigen Wirtschaftens ist es, zukünftige Risiken im sozialen und ökologischen Bereich möglichst zu minimieren und Chancen, die die Zukunft bringt, gewinnbringend für sich zu Eigen zu machen.

Klimawandel als Zukunftsthema der Wirtschaft

Der Klimawandel hat sich inzwischen als ein Megathema nachhaltiger Entwicklung in der Wirtschaft herauskristallisiert. Nicht nur Versicherer haben mit sich verstärkenden Wetterextremen zu tun, weil sie für die entstandenen Milliardenschäden aufkommen müssen. Auch andere Branchen sind gefordert, ihren Beitrag zur Verminderung der Erderwärmung zu leisten. Dabei deutet sich vor allem die politische Entscheidung zur Anwendung des Verursacherprinzips als wichtiger Impuls zur Umstrukturierung der Wirtschaft an. Die Idee ist, dass Firmen auch die ökologischen und sozialen Kosten ihres Wirtschaftens tragen müssen, wie etwa im System der Emissionszertifikate. Im Rahmen unserer BKC-Klimastrategie leisten auch wir als Bank für Kirche und Caritas aktiv unseren Beitrag zum Klimaschutz. Seit 2019 führen wir unseren Bankbetrieb klimaneutral durch.  

Neben ökologischen Kennzahlen spielen bei der Nachhaltigkeitsbewertung ebenso soziale Indikatoren eine große Rolle. Mitarbeiterbelange, die Einhaltung von Sozialstandards in der Zulieferkette sowie nachhaltiger Konsum sind Themenfelder, die zu einem strategischen Nachhaltigkeitsmanagementsystem zählen.

Nachhaltigkeitsmanagmentsysteme als weitsichtige Strategie

Studien belegen, dass ein wirksames Nachhaltigkeitsmanagementsystem, mit dem Unternehmen bewusst ökologische und soziale Verantwortung wahrnehmen, langfristig zum wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmung beitragen wird. Denn Unternehmen, die überdurchschnittlich umweltfreundlich handeln, werden früher oder später Wettbewerbsvorteile erzielen: Schließlich sparen sie Energiekosten und Emissionsabgaben. Zudem erkennen sie auch im sozialen Bereich frühzeitig spezifische Risiken, auf die sie mit gezielten Strategien reagieren können. Gleiches gilt für eine verantwortliche Unternehmensführung. Hierdurch werden unternehmerische und auch finanzielle Risiken, die sich aus der Praxis unlauterer Geschäftsgebaren ergeben, minimiert.