Unser Verständnis von Nachhaltigkeit

Definition

Nachhaltigkeit wird heute oft als Modebegriff verwendet, weswegen die Bedeutung des Begriffs immer wieder im Nebulösen verschwimmt. Wer sich jedoch wie die Bank für Kirche und Caritas einer Nachhaltigkeitspolitik strategisch verpflichtet hat, muss offen legen, wie er Nachhaltigkeit versteht und konsequent umsetzt.

Auf den Punkt gebracht, kann man sagen: Wer nachhaltig handelt, handelt auf Zukunft hin. Die kürzeste und damit vielleicht eingängigste Definition von Nachhaltigkeit lautet demnach Zukunftsfähigkeit.

Nachhaltigkeit - Keine neue Idee

Ursprünglich stammt der Begriff aus der Forstwirtschaft des beginnenden 18. Jahrhunderts. Unter nachhaltiger Bewirtschaftung der Wälder versteht man dort, dass dem Wald nur so viel Holz entnommen werden darf, wie durch natürliches Wachstum und Aufforstung wieder nachwächst. Anders gesagt geht es darum, dass der Mensch nicht von der Substanz lebt, sondern von den Erträgen.

Entwicklung seit den 1980er Jahren

Im 20. Jahrhundert sticht die eingängige Definition aus dem Bericht der Brundtland-Kommission aus dem Jahr 1987 heraus, in dem es heißt:

„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.“

Seit nahezu einem Vierteljahrhundert hat die Nachhaltigkeitsidee eine beachtliche Karriere gemacht: Wurde sie 1987 in dem Brundtland-Bericht erstmals als entscheidender Gradmesser für die Gestaltung unserer Zukunft festgeschrieben, konnte sie 1992 und 2002 auf den Konferenzen der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro und Johannesburg fortgeschrieben und weiterentwickelt werden. Teil dieses Prozesses war die Aufgliederung der Nachhaltigkeit in die drei Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales. Diese Bereiche sind als eine innere Einheit zu sehen, die im Rahmen von zukunftsfähigen Entwicklungsstrategien in Ländern, Unternehmen und anderen sozialen Einheiten beachtet werden sollen.

Der Vorteil des Drei-Säulen-Modells liegt vor allem in der gewonnenen Übersichtlichkeit und Universalität, weswegen sich auch die Bank für Kirche und Caritas an ihm ausrichtet.