Die Bank für Kirche und Caritas hat Anfang März dieses Jahres eine Umfrage zu ausgewählten Ausschlusskriterien unseres ethisch-nachhaltigen Kriterienfilters durchgeführt. Neben unseren Kundinnen und Kunden haben wir gezielt alle Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der Sozialethikerinnen und Sozialethiker des deutschsprachigen Raumes angeschrieben und gebeten, sich an unserer Umfrage zu beteiligen. Vor dem Hintergrund unserer christlichen Wertorientierung ist es uns wichtig, dass wir um deren Meinung wissen, schließlich legitimieren wir die Ausschlusskriterien unseres Nachhaltigkeitsfilters anhand der Aussagen der katholischen Soziallehre.

Auf unsere Fragen haben insgesamt 205 Teilnehmerinnen und Teilnehmer geantwortet. Sie wurden wie alle anderen individuell oder mittels unseres BKC-Newsletters angeschrieben.

Ganz herzlich sagen wir allen danke, die ihr Votum abgegeben haben!

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Hierzu zählen 183 Kundinnen und Kunden unseres Hauses sowie 22 Sozialethikerinnen und Sozialethiker. Unser ausdrücklicher Dank gilt der Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft, Frau Prof’in Dr. Marianne Heimbach-Steins, die unser Anliegen an deren Mitglieder weitergeleitet hat. Die Antworten der Sozialethikerinnen und Sozialethiker haben wir separat ausgewertet. Sie finden Sie jeweils unterhalb der Umfrageergebnisse unserer Kundinnen und Kunden.

Uns sind bei der Weiterentwicklung unseres ethisch-nachhaltigen Anlagefilters die Erwartungen und Einstellungen insbesondere unserer institutionellen Kundinnen und Kunden wichtig. Nur so können wir einen besseren Eindruck ihrer Präferenzen gewinnen und überlegen, wie wir unsere gemeinsame christliche Wertorientierung in der Vermögensanlage umsetzen können. Der BKC-Filter kommt seit fast zwei Jahrzehnten sowohl bei unseren eigenen Geldanlagen als auch bei den für unsere Kundinnen und Kunden hauseigen gemanagten Wertpapierfonds zum Einsatz. Vielfach findet der Filter auch bei der individuellen Vermögensverwaltung Anwendung.

Bisherige Weiterentwicklungen des Filters haben immer wieder zu weiteren Einschränkungen des Anlagevermögens geführt. Unser Filter steht stets im Spannungsfeld von ethisch Gewolltem und finanziell Machbarem. Hier haben wir beständig eine Balance zu finden. Wird das Anlageuniversum durch Ausschlüsse zu sehr eingeschränkt, ist eine ausgewogene Risiko- und Ertragssteuerung nicht möglich. Bei unserer Umfrage haben wir uns deshalb auf bereits geltende Restriktionen konzentriert, um zu sehen, ob und inwieweit Nachjustierungen bei der Definition von Ausschlusskriterien helfen, das Anlageuniversum zu weiten. Folgende vier Kriterien haben wir dabei in den Blick genommen:

   1.    Kernkraft,
   2.    CO2-intensive Industrien,
   3.    grüne Gentechnik,
   4.    Veränderung des menschlichen Erbgutes und embryonale Stammzellforschung.

Nach der Vorstellung der Umfrageergebnisse erläutern wir nachfolgend, welche Schlussfolgerungen wir aus dieser Umfrage für die Weiterentwicklung unseres Nachhaltigkeitsfilters gezogen haben.