Für uns als Bank für Kirche und Caritas ist Nachhaltigkeit kein Modebegriff. Sie verkörpert ein ganzheitliches Konzept, mit dem sich die wesentlichen Eckpfeiler einer zukunftsfähigen Gestaltung unserer Weltgesellschaft aufzeigen lassen.

Daher haben wir uns entschieden nicht nur einzelne Finanzprodukte, sondern unsere gesamte Geschäftspolitik am Nachhaltigkeitskonzept auszurichten.

Darin spiegeln wir die kirchliche Ansicht wider, dass der gesamte Finanzsektor eines Wechsels zur nachhaltigen Geschäftspraxis bedarf. So mahnt auch Papst Franziskus mit der im Juni 2015 erschienenen Enzyklika „Laudato si‘“, dass wir zu einem ganzheitlichen ökologischen und sozialen Handeln gelangen müssen. Er äußert sich unmissverständlich zu wirtschaftlichen Systemen und appelliert an den Schutz von Umwelt und Ressourcen. Als erste Kirchenbank haben wir bereits im Jahr 2003 einen an christlichen Werten orientierten Nachhaltigkeitsfilters entwickelt, den wir seither für unsere gesamten Eigenanlagen anwenden.

Nachhaltigkeit im gesamten Einlagengeschäft der BKC

Unsere Kunden können sich sicher sein, dass jede Einlage bei der Bank für Kirche und Caritas unsere Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllt. Egal ob auf einem Girokonto, in einer Termin- oder Spareinlage oder Inhaberschuldverschreibung, Ihr Geld erwirtschaftet stets eine doppelte Rendite in Form von finanziellen Erträgen und Nutzen für Umwelt und Soziales.

Wir setzen auf Transparenz

Damit Sie die Verwaltung unserer Eigenanlagen nachvollziehen können, veröffentlichen wir seit mehreren Jahren die Struktur unserer Eigenanlagen im Hinblick auf ihre Nachhaltigkeit. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016 wurde unser Nachhaltigkeitsfilter grundlegend überarbeitet. Wir haben dabei alle ethisch-nachhaltigen Anlagekriterien auf den Prüfstand gestellt und auf ihre Wirkungsweise vor dem Hintergrund unserer christlichen Wertorientierung hin analysiert. Dabei muss jedoch klar sein, dass es keine 100-prozentig ethisch-nachhaltige Eigenanlage geben kann und wird.

Die Schärfung unseres Filters ist der Grund dafür, dass sich der Anteil nicht-nachhaltiger Eigenanlagen zum Stichtag 31.12.2016 auf 3,6 Prozent erhöht hat. Wir haben einige Kriterien neu in den Filter aufgenommen und bestehende Kriterien in der Auslegung zum Teil deutlich strenger gestaltet. Wertpapiere in unseren Eigenanlagen, die durch die Filterüberarbeitung nunmehr der Kategorie „nicht-nachhaltig investiert“ zuzuordnen sind, werden entweder zeitnah abgebaut oder laufen zum Fälligkeitsdatum aus.

Die Nachhaltigkeitsbewertung von Unternehmen und Staaten kann sich immer wieder ändern und ein verantwortbarer Austausch dieser Werte bedarf Weitsicht. Angesichts dieser Tatsache sind wir beständig bestrebt, einen möglichst hohen Grad an Nachhaltigkeit bei der Eigenanlage zu erzielen. Als Bank für Kirche und Caritas ist uns klar, dass wir am ehesten das Vertrauen der Investoren gewinnen, wenn wir uns auf diesem Feld durch ein hohes Maß an Transparenz auszeichnen.

Die Eigenanlagen der Bank für Kirche und Caritas eG

Einen Teil unserer ethisch-nachhaltigen Anlagen besteht in Form von Krediten, die wir zum überwiegenden Teil an kirchliche und caritative Einrichtungen vergeben. Wir stufen diese Kredite als nachhaltig ein, da sie wesentlich religiösen und sozialen Zwecken dienen. Zu den Empfängern der Kredite zählen vor allem Diözesen und Kirchengemeinden sowie Schulen, Krankenhäuser und Altenhilfeeinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft. Die Zusammensetzung der Kredite legen wir in unserem Jahresbericht offen, den Sie ebenfalls auf unserer Homepage finden.