Pressegespräch beim Gründungsmitglied Bank für Kirche und Caritas (BKC)

Das institutionelle Investorennetzwerk Shareholders for Change (SfC), bei dem die BKC Gründungsmitglied ist, hat am 3. Dezember 2020 in Paderborn seinen Engagement-Bericht 2020 veröffentlicht. Insgesamt haben die elf SfC-Mitglieder bei 100 vorwiegend europäischen Unternehmen und einem Land über Aktionärsresolutionen, Stimmrechtsausübungen oder in Telefonkonferenzen etc. darauf gedrängt, verschiedenste Nachhaltigkeitsaspekte stärker zu beachten.

Schwerpunkte der mit den Unternehmen diskutierten Themen bildeten unter anderem Fragen zum Klimaschutz, zur Einhaltung der Menschen- und Arbeitsrechte sowie Steuergerechtigkeit. „2020 war aufgrund der Corona-Pandemie ein besonders herausforderndes Jahr für Engagement-Aktivitäten. In den meisten EU-Ländern war es nicht möglich, physisch an den Hauptversammlungen der Unternehmen teilzunehmen, oder viel schwieriger, in einen persönlichen Austausch mit den Unternehmensverantwortlichen zu kommen. Dennoch sind wir erneut als treibende Kraft im nachhaltigen Finanzmarkt aufgetreten. So haben wir beispielsweise die erste Klima-Resolution in Frankreich bei der Hauptversammlung des Ölriesen Total eingereicht, die namibische Regierung aufgefordert, der UN-Biowaffenkonvention beizutreten, und eine Aktionärsresolution zu existenzsichernden Löhnen bei der Hauptversammlung des Modegiganten H&M eingebracht“, fasst Tommy Piemonte, Leiter Nachhaltigkeitsresearch bei der BKC die Engagement-Aktivitäten 2020 zusammen.

Information zum Engagement der Bank für Kirche und Caritas

„Neben unseren bisherigen Engagementaktivitäten bringen wir uns als Gründungsmitglied in das SfC ein, um damit anderen wertorientierten institutionellen Investoren aus ganz Europa eine Plattform zu bieten, mit möglichst geringem Aufwand in das Thema Engagement einzusteigen“, beschreibt Tommy Piemonte, Leiter Nachhaltigkeitsresearch bei der Bank für Kirche und Caritas, den Antrieb der bisher einzigen Kirchenbank im SfC. „Denn wertorientierte Investoren möchten zwar oftmals selbst Engagement bei Unternehmen betreiben, können sich aber den Arbeits- und Zeitaufwand oder gar die Auslagerung an einen externen Dienstleister nicht leisten“, fügt Tommy Piemonte hinzu.

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Shareholders for Change (SfC), ein neues Netzwerk für Anleger-Engagement wurde am 6. Dezember 2017 in Mailand von einer Gruppe europäischer institutioneller Investoren gegründet. Die sieben Gründungsmitglieder verwalten zusammengenommen über 22 Milliarden Euro:

  • Bank für Kirche und Caritas eG (Deutschland)
  • Ecofi Investissements, Groupe Crédit Coopératif (Frankreich)
  • Etica Sgr, Gruppo Banca Etica (Italien)
  • fair-finance Vorsorgekasse (Österreich)
  • Fondazione Finanza Etica (FFE, Italien)
  • Fundacion Fiare (Spanien)
  • Meeschaert Asset Management (Frankreich)

„Mit dem SFC haben wir nicht nur ein Netzwerk von internationalen Investoren gegründet, die Verantwortung in ihrer Geldanlage übernehmen, sondern sich aktiv als "Treiber" für eine nachhaltige Entwicklung einbringen wollen“, betont Tommy Piemonte, Leiter Nachhaltigkeitsresearch bei der Bank für Kirche und Caritas, die Motivation der Gründungsmitglieder.