Aktualisierung zum 27. April 2022

BKC und DKM unterbrechen die Fusionsgespräche und werden den Mitgliedern in diesem Jahr keinen Fusionsbeschluss vorschlagen.

"Die Verwerfungen am Kapitalmarkt, die insbesondere durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst wurden, erfordern zum jetzigen Zeitpunkt die volle Aufmerksamkeit der Vorstände und Mitarbeitenden beider Häuser. Sowohl die Kunden als auch die Bankorganisation müssen jetzt im Mittelpunkt allen Handels stehen. Vor diesem Hintergrund ist der Zeitplan bis zur Beschlussfassung und zur juristischen wie auch technischen Fusion nicht mehr zu halten", erklären die Vorstände beider Banken einvernehmlich.

Die zu Beginn der Fusionsgespräche definierten strategischen Ziele haben nach wie vor Gültigkeit und sollen weiterverfolgt werden. Allerdings bedarf es zum jetzigen Zeitpunkt einer Anpassung der Umsetzungsstrategie. Die Mitarbeitenden der internen Fusionsprojekte haben gut gearbeitet und bereits wesentliche Ergebnisse erreicht. Die gemeinsame Arbeit hat gezeigt, dass beide Banken über eine gemeinsame Wertebasis und über sich sehr gut ergänzende Geschäftsmodelle verfügen. Jedoch wurde ebenso deutlich, dass der Umstellungsaufwand in der jetzigen Zeit zu ambitioniert wäre.

Beide Institute werden ihre enge Kooperation mit dem Ziel einer Fusion fortführen und im Jahr 2023 den Projektfaden wieder aufnehmen.


Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit der DKM Darlehnskasse Münster eG

Die Aufsichtsräte der Bank für Kirche und Caritas eG (BKC) mit Sitz in Paderborn und der DKM Darlehnskasse Münster eG (DKM) haben beschlossen, in Fusionsverhandlungen einzutreten. Ziel ist es, im Jahr 2022 zu einem gemeinsamen neuen Institut zu verschmelzen.

Den Beschlüssen der beiden Kirchenbanken waren zahlreiche Gespräche zwischen den Vorständen sowie den Spitzen beider Aufsichtsräte vorausgegangen.

Beide Banken verfügen über eine sehr gute Ertragslage und eine hervorragende Eigenkapitalausstattung. Die weitreichenden Veränderungen im kirchlichen und regulatorischen Umfeld machen Anpassungen erforderlich, um die sehr gute Marktposition in Zukunft weiter auszubauen. Damit wird die Basis geschaffen, um größere Investitionen in kompetente, spezialisierte Mitarbeiter und digitale Lösungen zu tätigen.


"Gemeinsam blicken wir positiv in die Zukunft: Wir werden unser bisheriges Bankgeschäft noch einfacher und effizienter gestalten."

Dr. Richard Böger, Vorstandsvorsitzender der BKC

Die beiden Kirchenbanken verfügen über eine gemeinsame Wertebasis sowie eine vergleichbare Geschichte und Unternehmensentwicklung. Die BKC wurde 1972 in Paderborn und die DKM 1961 in Münster gegründet. Sie konzentrieren ihre Tätigkeit auf die Betreuung kirchlicher und caritativer Einrichtungen und sind bundesweit tätig. Beide Banken haben jeweils nur einen Standort und verzichten aus Kostengründen auf Filialen.

Die neue katholische Kirchenbank wird die Standorte in Paderborn und Münster gleichgewichtet weiterführen und die Arbeitsplätze an beiden Standorten sichern. Die Leitung des Unternehmens wird von den jetzigen vier Vorständen übernommen.


"Wir sind überzeugt, mit dieser Fusion den richtigen Weg für die Zukunftsfähigkeit Ihrer Bank für Kirche und Caritas eG einzuschlagen."

Jürgen Reineke, Vorstandsmitglied der BKC

Die Entscheidung zur Fusion treffen die Mitglieder der Banken auf den Generalversammlungen im Juni 2022. Über die weiteren Entwicklungen werden wir Sie informieren.

Gemeinsam begeben wir uns auf einen spannenden und innovativen Weg für unsere Mitglieder und Kunden aus Kirche und Caritas.

Zahlen und Fakten der gemeinsamen Bank

Werte zum 31.12.2020

Kundengeschäftsvolumen 16.732 Mio. Euro
Bilanzsumme 10.262 Mio. Euro
Kundeneinlagen 8.372 Mio. Euro
Kundenforderungen 3.273 Mio. Euro
Eigenmittel 929 Mio. Euro
Mitglieder (Anzahl) 2.998
Kunden (Anzahl)  49.777
Mitarbeiter (Anzahl) 277